Beispiel 1

    Identifikation von Auffälligkeiten im OP-Prozess:
Freigabe nach Schnitt
     
  Die Grafik zeigt eine typische Analyse des OP-Prozesses durch den Celonis Pathfinder. Die linke Bildschirmhälfte bildet dabei den OP-Ablauf basierend auf den Zeitstempeln der Ablaufsteuerung ab. Erfasst werden dabei unter anderem die Aktivitäten Einschleusung, Anästhesie-Beginn, Freigabe, OP-Maßnahme Beginn, 1. Schnitt, letzte Naht, OP-Maßnahme Ende, Anästhesie-Ende, Ausschleusung, usw.

Die Prozessansicht stellt dabei nur die Prozessvariante dar, die laut Daten am häufigsten auftritt. Die rechte Seite zeigt dazu passende, frei konfigurierbare Auswertungen, wie zum Beispiel die Zahl der Sitzungen nach Erbringer, nach Saal, nach Uhrzeit, nach verwendetem Anästhesieverfahren, nach ASA-Wert der Patienten, usw.
     
  Mittels des „Schiebereglers“ kann man nun die Abdeckung* in der Prozessansicht graduell erhöhen, um auch Prozessvarianten angezeigt zu bekommen, die seltener auftreten. Schiebt man den Regler ganz nach rechts (und wählt somit Vollabdeckung), sieht man alle Varianten des Prozesses‚ OP-Sitzung‘ die im gewählten Zeitraum aufgetreten sind. So ist es möglich, durch Variieren der Abdeckung und Betrachten der einzelnen Prozessdurchläufe Abweichungen im Prozessgeschehen zu identifizieren. In der gezeigten Darstellung findet man zum Beispiel OP-Sitzungen, bei denen die Freigabe erst nach dem ersten Schnitt stattfand. Um diese OPs näher zu untersuchen klickt man auf den Pfeil, der von der Aktivität „Freigabe“ zu der Aktivität  „1. Schnitt“ läuft und wählt den Filter „Übergang“.
     
  Dadurch wird auf alle OP-Sitzungen gefiltert, bei denen die Freigabe laut Dokumentation nach dem Schnitt erfolgt ist. In diesem Fall gab es zwei OPs. Die Auswertungen auf der rechten Seite passen sich entsprechend an. Dadurch erkennt man auf einen Blick, dass eine dieser OPs in Saal 2 und eine in Saal 4 aufgetreten ist. Eine OP war ein Notfall, eine ein elektiver Eingriff. Sollte dieser Dokumentationsfehler gehäuft passieren, so könnte man so evtl. vorhandene Muster im Auftreten erkennen.
     
  Weitergehende Detailinformationen zu den Fällen erhält man jederzeit in der Einzelfallansicht, mit deren Hilfe man zusätzliche Informationen zu den Prozessen abrufen kann. So sieht man hier, dass die dokumentierte Freigabe in beiden Fällen ungefähr 20 Minuten nach dem 1. Schnitt erfolgte.

Außerdem kann man der Einzelfallansicht weitere Daten zu den Fällen wie das OP-Datum, sowie relevante Patienteninformationen etc. anzeigen zu lassen.